Was steckt hinter „Ein Herz für Händler“ und wie bist du auf die Idee gekommen?

Da meine Eltern seit über 40 Jahren im Einzelhandel selbständig sind, kenne ich die Probleme kleiner stationärer Unternehmen seit meiner Kindheit. Normalerweise betreibe ich die digitale Kundenbindungs- und Marketing-App LOLOCO. Für Endkunden ist LOLOCO ein digitales Treuesystem, womit diese bei allen ihren Lieblingshändlern Punkte sammeln können und für ihre Treue belohnt werden.

Momentan brauchen kleine Unternehmen unsere Hilfe umso mehr – das Coronavirus und seine Auswirkungen haben Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister hart getroffen. Um lokale Unternehmen zu unterstützen, haben wir im Team die Online-Charity-Aktion „Ein Herz für Händler“ ins Leben gerufen. Frei nach der Devise „Gemeinsam durch dick und dünn“ können Interessierte seit dem 1. April im Online-Shop T-Shirts, Hoodies und vieles mehr kaufen und damit Solidarität mit lokalen Geschäften zeigen. Alle Erträge, die aus dem Verkauf entstehen, werden als Spende an die Unternehmen weitergegeben. Dabei bestimmen die Käuferinnen und Käufer selbst, wie viel sie bezahlen und wen sie mit ihrem Einkauf unterstützen möchten. Dazu können sie entweder bereits registrierte Händler auswählen oder selbst Unternehmen vorschlagen.

Und wo werden die Kleidungsstücke für „Ein Herz für Händler“ produziert?

Unsere Textilprodukte sind nachhaltig, von höchster Qualität und werden lokal in Köln durch Südstadtsport verarbeitet.

Weshalb habt ihr euch in der schwierigen Zeit dazu entschlossen, ein gemeinnütziges Projekt zu starten?

Trotz aller Komplikationen, die Corona mit sich bringt, ist es für LOLOCO eine Möglichkeit, durch „Ein Herz für Händler“ zu beweisen, dass wir wirklich helfen wollen und können, besonders in schweren Zeiten. Aufgrund meiner privaten Verbundenheit und Erfahrungen im Familienbetrieb meiner Eltern können wir absolut nachvollziehen, wo die Probleme liegen. So versuchen wir den bestmöglichen Halt sowie Verlässlichkeit für unsere Händler zu bieten.

Wie meistert ihr selbst den Arbeitsalltag während der Krise?

Seit der Kontaktsperre haben wir angefangen, komplett online zu arbeiten und uns durch digitale Team-Meetings gegenseitig zu informieren. So hat jeder die Möglichkeit, Ideen für unsere Charity-Aktion im Plenum zu besprechen, auch wenn das natürlich mit einem Face-to-Face-Meeting nicht zu vergleichen ist. Wir werden aber jeden Tag besser.

Habt ihr auch Hilfe von anderen bekommen?

Ja, wir haben sehr viel Unterstützung erfahren. Zum Beispiel von Vodafone Pacesetter und InfluencerDB, die uns ihre Cloudinfrastruktur und Software kostenlos nutzen lassen, von der Universität zu Köln bei Kommunikation, Presse, und Knowhow, und von Stadtmarketing Köln bei der Kommunikation. Außerdem unterstützen uns Hitchon und Social Match beim Influencer-Marketing.