Was ist Espresso für Kölle und wie kam es zu der Idee?

Maxi hatte recht früh nach den ersten Einschränkungen die Idee, lokalen kleineren Cafés mit einer Online-Plattform Hilfe anzubieten. Ziel war es, jedem die Möglichkeit zu geben, sein Veedelcafé an der Ecke mit einer kleinen Spende zu unterstützen, ohne das Haus verlassen zu müssen. Als “Gegenleistung” würde man einen virtuellen Kaffee trinken. Zu dem Zeitpunkt gab es online schon erste Ideen, wie virtuelle Partys oder Geburtstagsfeiern, weshalb der Begriff “virtueller Kaffee” für uns schon spannend klang. Nach kurzer Überlegung, mehrere virtuelle Produkte anzubieten, haben wir uns für die minimalistische Idee des virtuellen Espresso entschieden und Bene machte sich an die technische Umsetzung. So war Espresso für Kölle geboren. Spenden für lokale, inhabergeführte Cafes, die mit dem virtuellen Espresso sympathisch verpackt werden. Ein Geschäftsmodell existiert bei uns nicht, wir sind 100% non-profit und betreiben die Plattform als Privatpersonen.

Welche Hürden habt ihr bei der Realisierung nehmen müssen?

Wo erhebliche – insbesondere rechtliche – Hürden entstehen würden, war für uns von Anfang an klar: Wenn wir die Spenden selbst entgegennehmen. Die Lösung war zum Glück auch aus technischer Sicht sehr einfach. Auf unserer Website werden die Besucher unmittelbar auf das PayPal-Konto des jeweiligen Cafés weitergeleitet. So konnten wir die Bereitschaft der Besucher zu spenden erhöhen, den Prozess beschleunigen und rechtliche Hürden umgehen.

Zudem war es am Anfang nicht so einfach, die Cafés von der Plattform zu überzeugen. Das klassische Henne-Ei-Problem. Besucher durch Cafés, Cafés durch Besucher. Nachdem einige mutige Inhaber den Anfang gemacht haben – Grüße gehen raus an das Café Melange aus Nippes und Bene’s neues Stammcafé Der Tiroler in Ehrenfeld – stieg das Interesse jedoch sprunghaft an und mittlerweile melden sich täglich neue Cafés, die gerne mitmachen würden.

Habt ihr Hilfe von anderen bekommen?

Finanzielle Unterstützung haben wir nicht angefragt und auch nicht benötigt. Die geringen Kosten, die wir haben, tragen wir selbst.

Unterstützung haben wir aber durch das Engagement unserer Freunde erhalten. Teils in Form einer schnellen Rechtsberatung, teils dadurch, dass sie das Projekt auf ihren Social Media Kanälen bekannter gemacht haben. Hervorzuheben ist hier insbesondere unsere Freundin Gianna, in deren Händen die überwiegende Betreuung unseres Instagram-Accounts liegt und die uns dort sehr unterstützt. Daher an alle Helfer: Vielen Dank!

(Foto: Espresso für Kölle)