Was steckt hinter Mer Sin Eins?

Mit Mer Sin Eins (in anderen Städten unter dem Namen SupportYourLocalGastro.de bekannt) möchten wir Gastronomen helfen, gut durch die Krise zu kommen. Jeder kann auf der Seite ganz bequem aus dem Homeoffice oder vom Sofa aus Essen zum Abholen oder Liefern bestellen und mit seiner Bestellung zum Erhalt unserer kulinarischen Vielfalt in Köln beitragen. Denn das Portal ist für die Gastronomen komplett kostenlos und 100 Prozent der Einnahmen kommen bei Ihnen an.

Eigentlich treibst du dein Start-up VYTAL voran. Wie bist du auf die Idee zu Mer Sin Eins gekommen?

Genau. Mit VYTAL bieten wir ein digitales Mehrwegsystem für Mitnahme- und Lieferessen an, um Verpackungsmüll zu vermeiden. Die Idee zu Mer Sin Eins entstand im Gespräch mit einigen befreundeten Gastronomen, da sie in der aktuellen Krise eine Lösung suchten, bargeldlos online Essen anzubieten und sich nicht in Abhängigkeit von externen Lieferdiensten begeben wollten. So können die Gastronomen das tun, was sie am liebsten machen: für ihre Gäste kochen und sie auch in der Krise versorgen.

Welche Hürden habt ihr bei der Realisierung von Mer Sin eins genommen?

Wir wollten schnell und unbürokratisch helfen. Deswegen haben wir in einem internen Hackathon die Online-Plattform gebaut und dabei auf bestehende Online-Shopsysteme zurückgegriffen. Gleichzeitig haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, durch Social Media und die Nutzung von Multiplikatoren das Portal bekannt zu machen, damit auch wirklich genügend Menschen von dem Angebot erfahren.

Wer hat euch dabei geholfen?

Wir haben das Portal intern als Pro-Bono-Initiative entwickelt, weil alle im Team helfen wollten. Antje Lienert von KölnBusiness hat uns mit vielen guten Kontakten unterstützt und auch die IHK und die DEHOGA haben uns geholfen, den Kontakt zu Gastronomen herzustellen.

Wie ist euer Projekt in der Szene und bei den Kölnern angekommen?

Sehr gut. Mittlerweile findet man rund 50 Gastronomen auf der Seite und längst nicht mehr nur in Köln, sondern auch in München, Berlin oder im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg. Täglich bestellen mehr Menschen auf unserer Seite und jeder Euro, der zusätzlich bei den Gastronomen ankommt, wird gerade dringend gebraucht. Sie alle sind total dankbar. Für das gesamte Team ist es toll zu spüren, dass wir ihnen etwas helfen können in dieser schweren Zeit.

(Foto: Sven Witthöft/Mer Sin Eins)