Was steckt hinter dem Stay Home Club Köln und wie bist du auf die Idee gekommen?

Der Stay Home Club ist ein Zusammenschluss verschiedener Kölner Jungunternehmen, überwiegend aus dem Getränke- und Foodbereich, die einen nachhaltigen oder sozialen Hintergrund haben. In einem gemeinsamen Shop bieten wir Produkte an, die die Zeit Zuhause angenehmer machen sollen und von einem lokalen Lieferanten direkt nach Hause gebracht werden. 10 Prozent der Einnahmen spenden wir an die Klubkomm, die wiederum ein Verbund Kölner Club- und Kultureinrichtungen ist. Der Stay Home Club hat seinen Ursprung in Berlin. In Kooperation mit unseren Berliner Kollegen haben wir das Konzept für Köln adaptiert.

Die angebotenen Produkte können Kunden grundsätzlich auch im Einzelhandel kaufen. Welchen Vorteil haben sie beim Kauf über den Stay Home Club?

Der Stay Home Club Köln bietet den Vorteil, mit dem Kauf nicht nur lokale Unternehmen, sondern auch die Kölner Kulturszene zu unterstützen. So kann sich der patriotische Kölner auf der heimischen Couch am vielfältigen kulturellen Streaming Angebot erfreuen, dazu kölsche Produkte genießen und damit ganz nebenbei zur Sicherheit lokaler Unternehmen beitragen. In unserem Shop bieten wir einige Produkte an, die im Einzelhandel (noch) nicht stark vertreten sind. Außerdem gibt es ein paar Produkte aus Berlin zu entdecken.

Welche Hürden hast du bei der Realisierung des Stay Home Clubs genommen?

Die Realisierung im Team hat wunderbar geklappt, weil alle Unternehmen an einem Strang gezogen haben. Wir hatten mit dem Stay Home Club Köln ein gemeinsames Ziel und jeder hat eine andere Kernkompetenz mitgebracht. Es hat großen Spaß gemacht und uns alle – trotz physischer Distanz – näher zusammengebracht.

Wer hat dir dabei geholfen?

Der Stay Home Club ist ein Konzept aus Berlin. Dort ist im März der erste Club mit regionalen Produkten online gegangen. Es hat sehr geholfen von den Erfahrungen der Berliner zu lernen. Hier hat ein reger Austausch stattgefunden, der uns in Köln den Start stark erleichtert hat. Auch die Grundlage für die technische Umsetzung konnten wir von den Berlinern übernehmen. Grundlegend hilft bei einer solchen Initiative natürlich auch die kölsche Art: Auch unter Kölner Unternehmen hilft man sich und packt mit an. Gerade in diesen verrückten Zeiten kann jeder von diesem einzigartigen Wir-Gefühl nur profitieren.

Auf welche Erfolge kannst du bereits zurückblicken?

In kurzer Zeit konnten wir den Stay Home Club Köln ins Leben rufen und eine Website mit einer tollen Auswahl an spannenden und nachhaltigen Produkten erschaffen. Nach wenigen Wochen der Planung und Umsetzung werden jetzt schon die ersten Bestellungen ausgeliefert und das Feedback ist großartig.

Wir freuen uns außerdem, gemeinsam mit Dringeblieben ein neues Konzept ins Leben gerufen zu haben: Die Hinterhofkonzerte. Kölnerinnen und Kölner bekommen in Kürze die Möglichkeit, ihre Lieblingsmusiker in ihren Hinterhöfen auftreten zu lassen und die Konzertatmosphäre, trotz der Mindestabstände, gemeinsam zu genießen. Der Livestream von dringeblieben.de überträgt die Konzerte in alle Wohnzimmer und der Stay Home Club Köln liefert den passenden Proviant für den Abend und den Morgen danach an die Haustür.

(Foto: Linda Barbosa Fortes; zu sehen sind (v.l.): Timo Bäcker: Swarm Protein, Elias El Gharbaoui: Elimba, Friedrich Kalthoff: Kraftling, Dr. Kalie-Martin Cheng: Plastic2Beans, Linda Barbosa Fortes: en vie d’éphémère)