Die 4 Säulen der Gründungsfinanzierung

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Magazin - KölnBusiness Wirtschaftsförderung
Damit die Geschäftsidee erfolgreich wird, benötigen Unternehmensgründer einen guten Finanzierungsplan.
© Foto: Adobe Stock – Andrey Popov.

Dieser ist nicht nur für einen erfolgreichen Einstieg in die Geschäftswelt unabdingbar, sondern vielmehr essenziell für das Gelingen der Gründung insgesamt. Denn: Fehler bei der Finanzplanung gehören zu den häufigsten Gründen für ein Scheitern der Unternehmensgründung. Damit der Schritt in die Selbstständigkeit gelingt, haben wir die 4 wichtigsten Tipps zur Finanzierung zusammengefasst:

 

 

1. Frühzeitig beraten lassen

 

Viele Problemstellen in der Finanzplanung können bereits früh erkannt und behoben werden. Im Zweifel gilt: je eher, desto besser! Angehende Gründer sollten aus diesem Grund so früh wie möglich ein Beratungsgespräch suchen. Unsere Experten im Startercenter etwa können dabei helfen, einen handfesten Finanzierungsplan aufzustellen und mögliche Förderungen auszuloten.

 

Haben Gründer*innen bereits ein Finanzkonzept ausgearbeitet, kann dieses zudem einem ersten Check unterzogen werden. Soll ein Kredit zur Finanzierung aufgenommen werden, erhalten angehende Selbstständige bei unseren Experten bei Bedarf wichtige Tipps für das Bankgespräch. Wer sich beraten lassen möchte, wird beispielsweise bei den Startercentern NRW fündig.

 

 

2. Die Ermittlung des Gesamtkapitalbedarfs

 

Die Grundlage jeder guten Gründungsfinanzierung: Die Ermittlung des zu erwartenden Kapitalbedarfs. Egal ob Eigen- oder Fremdkapital – zu wissen, wie viel Kapital für die Gründung benötigt wird, ist die Basis jedweder Planung. Wichtig ist es zunächst, zwischen kurzfristigem Kapitalbedarf (laufende Kosten) und langfristigem Kapitalbedarf (Sachinvestitionen) zu unterscheiden.

 

Denn ist die Gründungsphase erst erfolgreich abgewickelt, stehen Folgeinvestitionen an, die bedacht werden müssen. Besonders wichtig: es sollte stets umfassend und realistisch geplant werden, da eine spätere Nachfinanzierung oftmals schwer ist. Kalkuliert man hingegen realistisch, behält man auch im Falle unvorhergesehener Kosten ausreichend finanziellen Spielraum.

 


3. Die Umsatz- und Ergebnisplanung

 

Hat man den Gesamtkapitalbedarf ermittelt, geht es nun ans Eingemachte! Die Umsatz- und Ergebnisplanung stellt den Kern des Finanzplans dar. Sie ermittelt, ob sich das zu erwartende Geschäft tatsächlich rentiert. Um einen Eindruck davon zu erlangen, müssen zunächst die zu erwartenden Umsätze den zu erwartenden Kosten gegenübergestellt werden. Welche Seite überwiegt? Und um wie viel? Dieser erste Vergleich ist durchaus wichtig, da er ein erster Anhaltspunkt dafür sein kann, ab wann mit Gewinnen zu rechnen ist.

 

Ratsam ist es, die Gegenüberstellung von Kosten und Umsätzen zunächst für den Zeitraum eines Jahres durchzuführen. Anhand des somit ermittelten Betriebsergebnisses kann man anschließend versuchen, den späteren Unternehmenserfolg abzuschätzen. Dabei gilt es, einige Faktoren zu beachten, welche sowohl den Umsatz als auch die Kosten beeinflussen können: eine veränderte Auftragslage, das Verhalten der Konkurrenz, Kosten im Einkauf von Waren, Auftragsverzögerungen.

 

Auch in der Umsatz- und Ergebnisplanung gilt: Realistisch kalkulieren! Anstatt mit optimistischen Werten zu rechnen, ist es ratsam, eher vorsichtig zu planen. Neben dem zu erwartenden Geschäftsverlauf sollte deshalb unbedingt auch ein ungünstiges Szenario eingeplant werden. Mittels einer Gewinnschwellenrechnung kann im Anschluss ein Mindestumsatz berechnet werden, der nötig ist, um alle Kosten zu decken.

 


4. Eine ehrliche Abwägung aller Faktoren

 

Wie überall im Leben gilt auch bei der Gründungsfinanzierung: Ehrlich währt am längsten! Sind alle vorläufigen Zahlen ermittelt, ist es deshalb Zeit für ein Zwischenfazit. Entsprechen die Bilanzen den Vorstellungen? Lohnt sich der Schritt in die Selbstständigkeit? Bleibt nach Abzug aller Kosten genug Geld für mich selbst übrig?

 

All diese Fragen zu stellen, ist durchaus wichtig, denn auch die Lebenshaltungskosten sind ein nicht zu vernachlässigender Punkt. Gründer*innen, die mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielen, sollten sich deshalb fragen, ob sie mit dieser vorläufigen Bilanz zufrieden sind.

 

Was es bei der Gründungsfinanzierung noch zu beachten gibt und wie man dabei vorgehen kann, erläutert KölnBusiness-Experte Andreas Severin im Video.