Staatliche Coronahilfe und weitere Hilfsangebote

Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert.

Im Zuge der wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben die deutschen Behörden umfangreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Auf dieser Seite bieten wir Ihnen eine Übersicht über die verschiedenen staatlichen Programme sowie über weitere Hilfsangebote für Unternehmen.

Beachten Sie auch unsere weitere Corona-Service-Seite:

Infoseite: Corona-Regelungen in Köln

Überbrückungshilfe IV

Für kleine und mittelständische Unternehmen, gemeinnützige Organisationen sowie Soloselbstständige

Mit der Überbrückungshilfe IV unterstützt die Bundesregierung auch weiterhin Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020. Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus. Sie kann ab sofort und zunächst bis zum 15. Juni beantragt werden. Der Förderzeitraum umfasst Januar bis Juni 2022. 

Die einzelnen Bedingungen wurden und werden seitens des Bundes immer wieder angepasst. Auf der Seite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de finden Sie ausführliche Informationen zur Beantragung.

Überbrückungshilfe III Plus

Für kleine und mittelständische Unternehmen, gemeinnützige Organisationen sowie Soloselbstständige

Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützt die Bundesregierung Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020. Die Förderung gilt für die Monate Juli bis Dezember 2021. Die Antragsfristen sind Ende März 2022 abgelaufen.

Auf der Seite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de finden Sie weitere Informationen.

 

Neustarthilfe Plus & Neustarthilfe 2022

Für Soloselbstständige und kleine Kapitalgesellschaften

Mit dem Programm Neustarthilfe 2022 werden Soloselbständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie im Förderzeitraum Januar bis März 2022 unterstützt. Die Neustarthilfe 2022 knüpft an die Neustarthilfe Plus aus dem vergangenen Jahr an.

Der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) beträgt wie bei der Neustarthilfe Plus maximal 4.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum.

Anträge für die Neustarthilfe 2022 sind noch bis 15. Juni 2022 möglich. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Anträge für die Neustarthilfe Plus mit den Förderzeiträumen Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021 sind nicht mehr möglich. Die Antragsfrist endete am 31. März 2022.

Auf der Seite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de finden Sie ausführliche Informationen.

Härtefallhilfe NRW

Für Unternehmen und Selbstständige

Für Unternehmen und Selbstständige, die bisher keine Coronahilfen in Anspruch nehmen konnten, gibt es ein neues Programm, die sogenannte Härtefallhilfe.

Das Programm wurde, wie die anderen Coronahilfen, mehrfach verlängert. Anträge sind noch bis zum 15. Juni 2022 möglich. Aktuelle Informationen zur Beantragung finden Sie unter diesem Link.

Weitere Unterstützungs­maßnahmen

Steuerliche Erleichterungen, Schnellkredite, Insolvenzberatung, Unterstützung für die Kulturszene und Anlaufstellen

Neben den aufgeführten staatlichen Corona-Hilfsprogrammen gibt es für Unternehmer*innen noch weitere Regelungen und Angebote. Diese reichen von steuerlichen Erleichterungen über Schnellkredite bis hin zu Informations- und Beratungsangeboten speziell in Köln - aber auch darüber hinaus. Auch hier haben wir wesentliche Informationen für Sie zusammengestellt.

Beschäftigte, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist, können das erhöhte Kurzarbeitergeld bis Ende März 2022 erhalten. Der Bundestag hat den Anspruch um drei Monate verlängert. Zusätzlich sollen auch Beschäftigte, die seit April 2021 erstmals in Kurzarbeit gegangen sind, von Januar bis März 2022 Anspruch auf die erhöhten Leistungssätze erhalten.

Das erhöhte Kurzarbeitergeld sieht vor, dass ab dem vierten Bezugsmonat 70 Prozent der Nettoentgeltdifferenz gezahlt werden, wenn der Entgeltausfall in Kurzarbeit mindestens 50 Prozent beträgt. Lebt ein Kind im Haushalt, soll der Satz 77 Prozent betragen. Ab dem siebten Bezugsmonat sind 80 Prozent und mit Kind 87 Prozent vorgesehen.

Der erleichterte Zugang zu Kurzarbeit in der Corona-Pandemie ist bereits verlängert worden. Die maximale Bezugsdauer von 24 Monaten gilt bis Ende März 2022. 

Bis 31. März 2022 gilt:

  • Ein Betrieb kann Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.
  • Auf den Aufbau von Minusstunden wird vollständig verzichtet.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer haben Zugang zum Kurzarbeitergeld.
  • Die maximale Bezugsdauer beträgt 24 Monate.
  • Bis 31. Dezember werden den Arbeitgebern die Beiträge zur Sozialversicherung zu 100 Prozent erstattet. Mit der Verlängerung werden nur noch 50 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit erstattet. Die anderen 50 Prozent können Arbeitgeber für Beschäftigte erhalten, die während der Kurzarbeit eine Weiterbildung besuchen.

Kleine und mittelständische Unternehmen erhalten bei ihrer Teilnahme als Aussteller auf deutschen internationalen Messen finanzielle Unterstützung. In Zusammenarbeit mit dem AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jetzt ein entsprechendes Förderprogramm aufgesetzt, das bis 2023 gilt.

Die Förderung umfasst einen Zuschuss bei den Kosten für Standmiete und Standbau von bis zu 12.500 Euro.

Für Selbstständige und Unternehmen, die unmittelbar von der Corona-Pandemie betroffen sind, hat der Gesetzgeber einige steuerliche Hilfen vorgesehen. Im Folgenden haben wir wesentliche Punkte aufgeführt. Das Bundesfinanzministerium bietet in diesem Dokument einen umfassenden Überblick zum Thema Steuern und Corona. Für eine steuerliche Beratung wenden Sie sich an Ihre*n Steueberater*in.

  • Der steuerliche Verlustrücktrag für die Jahre 2020 und 2021 wird angehoben auf 10 Millionen Euro bzw. 20 Millionen Euro (bei Zusammenveranlagung). Damit sollen Unternehmen ihre coronabedingten Verluste besser mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen können, um Liquidität zu sichern.
  • Teilabschreibungen werden unbürokratisch und schnell möglich gemacht. So soll der mit den Schließungsanordnungen verbundene Wertverlust von Waren und anderen Wirtschaftsgütern im Einzelhandel und anderen Branchen aufgefangen werden.
  • Zu inventarisierende Güter können ausgebucht werden. Damit kann der Handel die insoweit entstehenden Verluste unmittelbar verrechnen und steuermindernd ansetzen, um Liquidität zu sichern.
  • Durch eine pauschalisierte Verlustrechnung im Jahr 2020 kann eine Steuererstattung sowohl für bereits in diesem Jahr geleistete Vorauszahlungen als auch für 2019 gezahlte Beträge beantragt werden.
  • Steuerschulden aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer bis Ende 2020 können gestundet werden.
  • Steuervorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer können angepasst werden.
  • Der Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen kann ebenfalls angepasst werden.
  • Die Finanzbehörden verzichten auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer.

Um von der Pandemie betroffene Unternehmen schnell mit Liquidität zu versorgen, verlängert die Bundesregierung das KfW-Sonderprogramm einschließlich des KfW-Schnellkredits bis April 2022. 

Hier finden Sie eine Übersicht über sämtliche KfW-Kredite in der Corona-Krise. Diese richten sich an Freiberufler*innen, Selbstständige und Unternehmen. Der KfW-Förderassistent gibt Hilfestellung bei der optimalen Vorbereitung für einen Antrag.

Einige Unternehmer*innen blicken derzeit mit Sorge in die Zukunft. Hier haben wir professionelle Hilfs- und Beratungsangebote bei drohender Insolvenz zusammengefasst.

  • In Zusammenarbeit mit der Schuldnerhilfe Köln GmbH bietet die IHK Köln eine regelmäßige, kostenlose Informationsveranstaltung und eine telefonische, unentgeltliche Beratung für Mitglieder und ehemalige Mitglieder an. Das Angebot richtet sich auch an Unternehmer*innen, die bereits Insolvenz angemeldet haben. Veränderungen im Insolvenzrecht, die Anfang diesen Jahres in Kraft getreten sind, hat die IHK Köln auf ihrer Internetseite übersichtlich aufgeschlüsselt. 
  • Direkt an die Schuldnerhilfe Köln können sich ratsuchende Kölner Unternehmer*innen über die Hotline 0221 – 346140 wenden. Die Schuldnerhilfe bietet eine kostenlose persönliche Beratung nach telefonischer Terminvereinbarung an. 
  • Die Beratungsstelle Köln der NRW-Schuldnerberatung am Kaiser-Wilhelm-Ring 27 ist über die Servicenummer 0800 – 0016500 (Montag bis Freitag 8-18 Uhr) zu erreichen. Auch ein Chat per WhatsApp ist möglich über die Rufnummer 01515 – 5777725.  

Unterstützung für Arbeitnehmer

Wenn der Arbeitgeber bei Insolvenz kein oder nur noch weniger Gehalt auszahlen kann, können Arbeitnehmer Insolvenzgeld in Anspruch nehmen. Alle Informationen und Formulare dazu gibt es bei der Arbeitsagentur

Die Stadt Köln unterstützt die freie Kulturszene in der Corona-Pandemie mit Sondermaßnahmen. Hier ein Überblick:

  • Die Kultur-Info-Stelle Corona informiert in telefonischen täglichen Sprechstunden und in Newslettern Kulturschaffende der freien Szene.
  • Der bisherige Notfallfond Programm B wird abgelöst durch die Corona-Sonderförderung zur Struktursicherung freier Kulturvereine und Kulturbetriebe. Die Fördersumme ist auf einen Betrag von maximal 50.000 Euro begrenzt.
  • Für Spielstätten, Produktionen und Veranstalter ist ein Corona-Zwischennutzungsfonds als Hilfsmaßnahme geplant.
  • Das Kulturamt stellt einen Corona-Aufstockungsfonds für Betriebskostenzuschüsse und den Lärmschutzfonds mit besonderer Konzentration auf Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von Lüftungsanlagen zur Verfügung.

Detaillierte Informationen bietet die Stadt Köln hier an.

Um die Notlage im Kulturbereich abzufedern und die kulturelle Infrastruktur zu erhalten, stellt die Bundesregierung bisher zwei Milliarden Euro im Rahmen des Programms "Neustart Kultur" zur Verfügung. Der Schwerpunkt der Förderungen liegt auf Hilfen für Künstler*innen sowie Stipendienprogrammen.

Das Programm umfasste zunächst rund 60 Teilprogramme für verschiedene Sparten, die in enger Abstimmung mit Kulturverbänden und Kulturfonds entwickelt wurden. Insgesamt 15 Programme kommen ab Frühjahr 2021 neu hinzu. Adressiert werden unter anderem auch weiterhin Theater, Festivals, Kinos, Verlage, Galerien, Clubs und viele andere Kulturveranstalter.

Die Förderungen für das Jahr 2021 wurden im März von Kulturstaatsministerin Grütters konkretisiert:

  • Der Programmschwerpunkt liegt mit bis zu 800 Millionen Euro im Bereich „Erhalt und Stärkung von Kulturproduktion und -vermittlung“ und somit auf der individuellen Förderung von Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen. 
  • Bis zu 250 Millionen Euro sind für Stipendienprogramme vorgesehen und kommen somit unmittelbar einzelnen Künstlerinnen, Künstlern und Kulturakteuren zugute.
  • Für den Programmbereich „Mehrbedarfe pandemiebedingter Investitionen“ stehen nun zusätzliche Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro für Umbaumaßnahmen zum erhöhten Gesundheitsschutz bereit.
  • Zur Unterstützung der vom Bund geförderten Einrichtungen und Projekte sind zusätzlich 100 Millionen Euro vorgesehen.

 

Weiterführende Informationen gibt es unter www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben sollen und Unterstützung benötigen, können Ihnen vielleicht folgende Stellen weiterhelfen. Wir haben einige Beratungsangebote für Sie zusammengefasst:

  • Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus: 030 12002-1031 oder -1032 (Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr)
  • Auf einer Sonderseite  informiert das Bundeswirtschaftsministerium die Unternehmen.
  • Auf dieser Sonderseite gibt das Wirtschaftsministerium NRW Informationen und Ansprechpartner für Unternehmen.
  • Hotline des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) für Fragen rund um Quarantäne und damit verbundene Verdienstausfälle: 0800 9336397 (Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr) und per E-Mail an ifsg@lvr.de
  • Außerdem gibt der LVR auf seinem Webportal Informationen zum Tätigkeitsverbot mit Antragsformularen auf Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen und auf Entschädigung für Selbständige.
  • Die Bundesagentur für Arbeit ist die Kontaktstelle für Kurzarbeitergeld. Das Kurzarbeitergeld kann online beantragt werden.
  • Allgemeine Informationen zur Liquiditätssicherung erhalten Sie beim Service Center der NRW.BANK: 0211 91741 4800 (Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 17:30 Uhr) und per E-Mail an  info@nrwbank.de
  • Für Soloselbstständige wurde von der Arbeitsagentur eine kostenfreie Service-Hotline eingerichtet (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr): 0800 4 5555 21. Geschulte Mitarbeiter aus den Jobcentern stehen für Fragen rund um die Grundsicherung zur Verfügung. Sie informieren über Anspruchsvoraussetzungen zu Leistungen der Jobcenter, nehmen Antragstellungen entgegen und klären, welche Unterlagen benötigt werden. Weitere Informationen zur Grundsicherung gibt es hier