Gemeinwohl­bilanzierung

Die Stadt Köln führt ein Pilotprojekt zur Gemeinwohlbilanzierung durch und gibt insgesamt zehn Unternehmen die Chance, sich im Sinne der Gemeinwohlökonomie mit Hilfe von externen Berater*innen zertifizieren zu lassen. Bei Fragen zum Projekt melden Sie sich gerne bei:

 

 

Gemeinwohl-Ökonomie bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist. Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. 

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist... 

... auf wirtschaftlicher Ebene eine lebbare, konkret umsetzbare Alternative für Unternehmen verschiedener Größen und Rechtsformen. 
... auf politischer Ebene ein Motor für rechtliche Veränderung. Ziel ist ein gutes Leben für alle Lebewesen und den Planeten, unterstützt durch ein gemeinwohl-orientiertes Wirtschaftssystem. 
... auf gesellschaftlicher Ebene eine Initiative der Bewusstseinsbildung für Systemwandel, die auf dem gemeinsamen, wertschätzenden Tun möglichst vieler Menschen beruht. 

Weitere Informationen zur Gemeinwohl-Ökonomie finden Sie hier 

Beispielhafter Bilanzierungsprozess mithilfe externer Berater*Innen
© GWÖ-Regionalgruppe Köln/Bonn

  • Die Gemeinwohl-Bilanz bemisst den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen auf Grundlage der Gemeinwohl-Matrix. 
  • Anhand von 20 Gemeinwohl-Themen in der Matrix wird der Beitrag einer Organisation zum Gemeinwohl bewertet. 
  • Durch die gezielten Fragen der Gemeinwohl-Matrix können sowohl der Status Quo ermittelt als auch Verbesserungsziele definiert werden.  
  • Die Gemeinwohl-Bilanz unterstützt Unternehmen auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Strategie, mit der sie zudem ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige Wirtschaft setzen können. 

Die Gemeinwohl-Matrix
© GWÖ-Regionalgruppe Köln/Bonn

 

Ihre Vorteile auf einen Blick
© GWÖ-Regionalgruppe Köln/Bonn

 

Wirkung in der Organisation

360° Nachhaltigkeitsmanagement  
Anhand der 20 Themenfelder der Gemeinwohl-Matrix werden alle Aspekte, Prozesse und Systeme in der Organisation auf ihre Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung überprüft, der Status Quo und Verbesserungspotential erfasst und mögliche Ziele definiert.  

Beziehungsmanagement  
Es werden sowohl interne als auch externe Beziehungen entlang der Gemeinwohl-Matrix betrachtet. Dadurch wird eine Verbesserung diverser Beziehungen angestrebt. 

Motivation am Arbeitsplatz  
Da die Mitarbeitenden eine der zentralen Berührungsgruppen innerhalb der GWÖ-Matrix darstellen, werden im Prozess nahezu alle Personal-Themen angesprochen. Im Besonderen die partizipative Bearbeitung der Fragen nach Solidarität und Gerechtigkeit und Transparenz und Mitentscheidung führen zu neuen Impulsen und meistens zu größerer Transparenz und damit auch Motivation der Mitarbeitenden.  

Innovationsimpulse 
Die Beschäftigung mit den 20 Themenfeldern der GWÖ-Matrix führt Organisationen und Unternehmen zur Reflektion aller entscheidenden Aspekte des Wirtschaftens, der Zusammenarbeit und der Nachhaltigkeit. Dabei werden Potentiale identifiziert und entwickeln sich neue Impulse und Zielsetzungen, die zu einer nachhaltigen Entwicklung der Organisation beitragen.

 

Wirkung am Markt  

Attraktivität 
Die Dokumentation der Orientierung am Gemeinwohl macht Organisationen interessant, besonders im gesellschaftlichen Umfeld, das an einer Veränderung in Richtung Nachhaltigkeit interessiert ist.  

Differenzierbarkeit  
Gemeinwohlbilanzierende Unternehmen und Organisationen setzen ein deutliches Zeichen in Richtung gesellschaftlichen Umdenkens und differenzieren sich so bewusst im Feld der Mitbewerber.  

Sichtbarkeit
Als gemeinwohlbilanzierendes Unternehmen steht die Ecogood-Plattform zur Verfügung und alle GWÖ-Unternehmen werden dort international gelistet.  

Kooperation & Netzwerk
Im Netzwerk der GWÖ-Pioniere ergeben sich immer wieder neue Kooperationsmöglichkeiten. Mit der Zeit wird sich das GWÖ-Netzwerk weiter vergrößern. 

Eine Liste an Gemeinwohl-Unternehmen finden Sie hier.

Max Thien

Projektmanager Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Leitmärkte und Innovation