Wasserstoff im Rheinland – Status und Perspektive

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Herr Stiemer, am 29. Oktober findet die große Online-Konferenz zum Thema Wasserstoff statt, zu der KölnBusiness gemeinsam mit der TH Köln und dem HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. einlädt. Der Titel lautet „Status und Perspektive“. Können Sie schon einen Ausblick geben? Wie ist die Region Rheinland aufgestellt beim Thema Wasserstoff?

Sehr gut. Die Region ist Pionier in Sachen Wasserstoff und hat so eine optimale Grundlage für den weiteren Aufbau einer umfassenden Wasserstoffwirtschaft geschaffen. Mit dem Netzwerk HyCologne, dem Einsatz von Nebenprodukt-Wasserstoff und der frühen Erprobung von Bussen mit H2-Antrieb hat die Region eine engagierte Akteurslandschaft aufgebaut und setzt schon jetzt Maßstäbe. So nimmt beispielsweise die Regionalverkehr Köln GmbH mit ihrer Flotte an Brennstoffzellen-Bussen eine Spitzenstellung in Europa ein. Am 29. Oktober wollen wir vorstellen, mit welchen konkreten Projekten das Thema Wasserstoff im Rheinland weiter vorangetrieben wird.

 

Neben den Städten Brühl, Hürth und Wesseling, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis sind auch die Stadt Köln und viele städtische und stadtnahe Unternehmen an der Initiative beteiligt – es geht voran beim Thema Wasserstoff.

Das ist richtig. Die Koelnmesse, die Abfallwirtschaftsbetriebe, die Stadtentwässerungsbetriebe, die Häfen und Güterverkehr Köln AG, der Flughafen Köln/Bonn und auch die Kölner Verkehrsbetriebe sind mit an Bord. Die Projekte reichen vom Abfallsammelfahrzeug, Gabelstapler oder Lkw mit Brennstoffzellenantrieb bis zum H2-betriebenen Blockheizkraftwerk. Und um einen emissionsfreien Bus-Shuttle für Köln-Touristen einzurichten, will das Amt für Verkehrsmanagement der Stadt klären, ob sich für die Strecke vom Terminal in Niehl bis in die Innenstadt der Einsatz von Bussen mit Brennstoffzellenantrieb vorteilhaft darstellt.

 

Wagen wir einen Blick in die Zukunft der Region Rheinland. Was glauben Sie, welche Rolle spielt das Thema Wasserstoff in 15 Jahren?

2035 wollen wir in der Region eine nachhaltige Wasserstoffinfrastruktur aufgebaut haben. Das haben wir gemeinsam mit den Projektpartnern in einer Roadmap festgelegt. Dabei wollen wir immer stärker auf Wasserstoff zugreifen, der mit erneuerbarer Energie gewonnen wird. Dreh- und Angelpunkt ist hier das Projekt HyPipCo zum Aufbau eines H2-Pipeline-Netzwerks. Wasserstoff-Erzeugung, -Verteilung, -Nutzung und H2-Wissen – das ist ein Gesamtpaket. Wie wir Schritt für Schritt vorangehen wollen, damit eins ins andere greift und Wasserstoff als Schlüsselelement zur Energiewende in unserer Region beitragen kann, wollen wir im Rahmen der Onlinekonferenz vorstellen.

Zum vollständigen Programm geht es hier.

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Die Fragen stellte Jenny Filon

 

Zur Person

Thomas Stiemer kümmert sich bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderung im Team Business-Development um den Leitmarkt „Forschung und Wissenschaft“. Im Rahmen der Initiative „H2R – Wasserstoff Rheinland“ koordiniert er gemeinsam mit seinem Kollegen Max Thien und in Zusammenarbeit mit dem städtischen Dezernat für Mobilität und Liegenschaften und der Koordinationsstelle Klimaschutz die Aktivitäten der Kölner Akteure.

 

Das Business-Development-Team der KölnBusiness Wirtschaftsförderung

Das Business-Development-Team der KölnBusiness identifiziert Zukunftstrends und realisiert eigene Initiativen sowie Förder- und Kooperationsprojekte schwerpunktmäßig in den acht Kölner Leitmärkten. Mit dem Ziel, Innovationen zu fördern und Köln als Investitionsziel noch attraktiver zu machen — national wie international. Dafür sorgt auch die Vernetzung von Startups mit etablierten Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen, durch die der Wissens- und Technologietransfer befeuert wird.

Die 8 Kölner Leitmärkte

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IT und Telekommunikation

Destination Köln

Kreativwirtschaft

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Forschung und Wissenschaft