Ein eigenes Supermarktregal für Kölner Startups

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Veganer Streuselkuchen, Pommes aus Maniok und alkoholfreier Gin: Neun innovative Lebensmittel-Startups aus Köln bekommen ab September eine besondere Unterstützung der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. Für die jungen Unternehmen gibt es ein eigenes Regal im Kölner go2market – einem Supermarkt zur Marktforschung. Von September bis Ende November können die Startups dort ihre Produkte platzieren und wertvolle Daten sammeln.


Überblick

  • KölnBusiness unterstützt neun Kölner Startups im go2market 
  • Startups können Produkte in Supermarkt-Umgebung testen und verbessern 
  • Rund 50 Startups in Köln allein im Bereich Food aktiv 

Rund 40 Unternehmen haben sich beworben – neun haben am Ende den Zuschlag bekommen: Durch die Unterstützung von KölnBusiness in Höhe von insgesamt rund 10.000 Euro kann jedes der Kölner Startups einen Monat lang ein Produkt im go2market auf der Aachener Straße im Stadtteil Braunsfeld anbieten – prominent platziert in einem Regal im Eingangsbereich des Geschäfts. 

Das Besondere am go2market und der Vorteil für die geförderten Startups: Die Kund*innen des Markts können im Nachgang des Einkaufs freiwillig an einer Online-Befragung teilnehmen und beispielsweise Fragen zum Preis, zur Qualität und zu möglichen Verbesserungen des Produkts beantworten. 

 

Marketing-Daten für den Markterfolg 

 

„Köln hat eine lebendige Food-Startup-Szene. Rund 50 Nachwuchsunternehmen sind in der Branche aktiv“, sagt Dr. Antje Lienert von der KölnBusiness Startup Unit.

„Die meisten davon beschäftigen sich mit Produktneuheiten im Nahrungsmittelbereich. Dabei spielen immer stärker auch vegane und nachhaltige Ansätze eine Rolle. Mit dem Verkauf ihrer Produkte bei go2market können nun neun Startups ihre Produkte weiter verbessern.“

Insgesamt ist Köln Heimat von mehr als 550 Startups. Im Jahr 2021 wurde in der Stadt etwa an jedem dritten Tag ein Startup gegründet.

 

Bedeutender Standort im Lebensmittelhandel

 

Den go2market gibt es seit mittlerweile mehr als einem Jahr in Köln. Das Unternehmen kommt aus Österreich und wagte mit seinem Kölner Geschäft 2021 erstmals den Sprung ins Ausland. KölnBusiness hat bei der Ansiedlung unterstützt.

„Köln ist einer der bedeutendsten Standorte im Lebensmittelhandel. Mit der Rewe Gruppe beheimatet die Stadt einen absoluten Key-Player der Branche. Hinzu kommt eine Vielzahl von Markenartiklern und mit der Anuga die weltweit führende Leitmesse für Lebensmittel und Getränke“, sagt Jörg Taubitz, Managing Partner von go2market.

„Für uns war deshalb von Anfang an klar, dass Köln der optimale Standort für unseren deutschen go2market-Store ist. Da wir selbst noch ein junges Unternehmen sind, freuen wir uns besonders, dass lokale Startups durch unsere Kooperation mit KölnBusiness wichtige Informationen zu ihrer Marke und ihrem Produkt aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten erhalten. Sehr oft vereinfacht das den Zugang zum Lebensmitteleinzelhandel.“

 

Hintergrund: Das Kölner Startup-Ökosystem

 

Der Startup-Hotspot Köln zählt mehr als 550 Startups. Im Jahr 2021 gab es 106 Neugründungen. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Neugründungen in Köln stetig gewachsen. Kamen 2019 noch 86 Startups neu auf den Markt, waren es 2020 schon 102. 


Das sind die Startups, die von KölnBusiness unterstützt werden: 

 

September 

  • Root to Fruit – Spirituosen aus Botanicals  

  • Deli Sülz – veganer Kirschstreusel 

  • YucaLoca – Fritten aus Maniok  


Oktober 

  • Polly – alkoholfreie Gin-Alternative 

  • Feelfood – veganes Frühstücksgetränk in Bio-Qualität 

  • BellyBay – vegane Lachs-Alternative


November 

  • Indokoo – indonesische Paste mit Chili oder Limettenblättern  

  • Taiberg – koffeinhaltige Limonade 

  • Foodtastic – mit 120 Gramm größter Haferriegel auf dem deutschen Markt 


Das sagen drei Gründer*innen, deren Produkte im go2market vertreten sein werden:   

 

  • Philip Kahnis, Gründer Polly 

„Für Startups im Lebensmittelbereich ist Köln der Hidden Champion unter den deutschen Standorten. Die Branche ist hier eng vernetzt. Durch die vielen Hochschulen in der Stadt bietet Köln zudem einen hervorragenden Pool an Fachkräften. Für ein junges Unternehmen wie uns sind das wichtige Standortfaktoren. Von der Kooperation mit KölnBusiness und go2market erhoffen wir uns einen Einblick in Daten, die uns auf unserem weiteren Unternehmensweg unterstützen.“ 


  • Franziska Schaal, Gründerin Feelfood  

„Köln ist der absolute Hotspot für Startups. Das familiäre Umfeld am Standort treibt an und bringt uns als junges Unternehmen weiter. Wir freuen uns, durch die Kooperation mit KölnBusiness und go2market aus erster Hand wichtige Informationen und Daten zu erhalten. Das Feedback wird uns helfen, unsere Produkte weiter zu optimieren.“  

 

Pressefotos:

  • Pressefoto 1: Stephan Hinz (Root to Fruit), Charlotte Fischer, Andreas Bartosinski (beide Deli Sülz), Alexander Poljaschenko (Polly), Dr. Antje Lienert (KölnBusiness), Angelina Strelow, Lea Pelzer (beide Taiberg), Jörg Taubitz (go2market), Franziska Schaal (FeelFood), Linda Kosasih, Euan Thompson (beide Indokoo), Christopher Schiborr (BellyBay), Philip Kahnis (Polly). Copyright: KölnBusiness/Simin Kianmehr.
  • Pressefoto 2:  Das neue KölnBusiness-Regal im go2market in Köln-Braunsfeld. Copyright: KölnBusiness/Simin Kianmehr.
  • Pressefoto 3: Kund*innen im go2market. Copyright: KölnBusiness/Simin Kianmehr.

 

Weitere Informationen: 


Über die KölnBusiness Wirtschaftsförderung

Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung ist eine Tochtergesellschaft der Stadt Köln. Sie ist erste Ansprechpartnerin für alle Unternehmen sowie Gründer*innen in der Stadt und gibt Orientierung, wenn es um Verwaltung und Regelungen geht. KölnBusiness vernetzt, informiert und vermittelt in allen wirtschafts- und verwaltungsrelevanten Fragen.


Über go2market

Der go2market Supermarkt – derzeit in Österreich und Deutschland aktiv, ab dem ersten Quartal 2023 auch in den Niederlanden – ist kein herkömmlicher Supermarkt, sondern ein einzigartiges Marktforschungstool für die FMCG-Industrie. Den go2market Store gibt es stationär und ab Herbst 2022 auch als Online-Shop. Das Unternehmen arbeitet mit realen Konsument*innen in realen Einkaufs- und Konsumsituationen und testet Produkte entlang des gesamten Lebenszyklus – vom jungen Startup bis zur etablierten Marke, von Produktinnovationen bis zu jenen, die bereits im Handel erhältlich sind.