Das war die RHIVE 2020

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Magazin - KölnBusiness Wirtschaftsförderung
RHIVE 2020: Ein digitaler Tag voller Entrepreneurship und Drive
© Bild: RHIVE

Am 7. November 2020 fand die zweite RHIVE Konferenz statt. Dieses Jahr Corona bedingt als Online-Event über einen Stream live aus The Ship in Köln-Ehrenfeld. Die RHIVE Konferenz wurde letztes Jahr vom Kernteam des Entrepreneurs Club Cologne ins Leben gerufen.

Inspirierende Keynotes und dynamische Panel Discussions 

Eingeleitet wurde die Konferenz mit einer Keynote von Christoph Kasper, dem Mitgründer und Managing Director von The Homelike, einem Marktplatz zur Vermietung möblierter Wohnungen auf Zeit an Geschäftsreisende. In seinem Vortrag erzählte er von der spannenden Reise der eigenfinanzierten Gründung hin zu einem stetig wachsenden Scaleup und mit erfolgreichem und internationalem Geschäftsmodell. Anschließend ging er mit spannenden Einblicken und wichtigen Tipps für junge Gründende auf die eigenen Learnings am Beispiel von The Homelike ein und legte dabei vor allem den Aufbau eines starken Netzwerks ans Herz.

Der Keynote von Christoph Kasper folgte eine spannende Panel Discussion mit dem Schwerpunkt Diversität der Bildungswege. Neben Wirtschaftsingenieurswesen und Sportwissenschaften waren in dieser Runde auch Lehramt und Medizin als Studienabschlüsse vertreten, womit das Klischee des BWL Gründenden endgültig in den Hintergrund rückte. Zusammen mit Johannes Emigholz, Mitgründer von Silexica und Hendrik Gottschalk, Gründer und CEO von getbaff, war dieses Panel mit Dr. Alice Martin, Mitgründerin der Hautarzt App Dermanostic und Pamela Barrón, Gründerin der Ingwerlimonade Djahé voller Frauenpower. Neben der Inspiration zum Schritt in die Selbstständigkeit ging es in diesem Panel vor allem um die Umsetzung der Gründungsideen, unabhängig vom akademischen Background oder wirtschafswissenschaftlicher Vorkenntnisse. Es wurde über persönliche Hintergründe, verrückte Zufälle, die Zusammensetzung eines perfekten Teams und die Entwicklung einer Mission gesprochen. Es ging um Hürden und Schwierigkeiten bei einer Gründung, das Wiederaufstehen und Weitermachen nach Fehlschlägen und die Reise durchs Ungewisse, aber in erster Linie um den Drive, die eigene Idee nach ganz vorne zu bringen.

Kann man Leadership lernen?

Als Überleitung in den letzten Programmpunkt vor der Mittagspause wurde das Online-Publikum zum Stichwort Gründer-Mentalität befragt. Kann man Leadership und Entrepreneurship lernen? 54 Prozent antworten mit „Ja, Techniken und Kompetenzen“, 38 Prozent stimmten mit „Teilweise“ zu, acht Prozent verneinten. Dem mehrheitlichen Stimmungsbild schloß sich Arne Stoschek von Mindset Movers an und bestätigte, dass sich Skills und Werkzeuge lernen lassen, um die eigene Haltung zu bestimmten Themen zu verändern. Die These „Unternehmerisches Wachstum folgt persönlichem Wachstum“ erklärte der Leadership Coach anhand seiner eigenen Vita mit zahlreichen Fallbeispielen aus der Praxis und persönlichen Erkenntnissen.

Ein Ausflug in die Venture Capital-Welt 

Nach einer Mittagspause mit Networking via Intro.Chat, in dem Teilnehmer in Einzel-Sessions miteinander sprechen und Kontakte austauschen können, führte Sebastian Messerschmidt das Online-Publikum in den Nachmittag. Zunächst mit einem Beitrag von Alina Ley, die das project cologne der Rheinischen Fachhochschule Köln vorstellte, einer Initiative für Kölner Studierende mit einem dreimonatigen Mentoring und Coaching zum Erlernen von Projektmanagement-Methoden und Pitch Trainings.

Anschließend füllte sich die Bühne mit geballtem Venture Capital-Wissen - im Investoren-Panel beantworten B. J. Park von neoteq ventures, Jörg Binnenbrücker von Capnamic Ventures und Felix Raasch von Coparion alle Fragen rund um Finanzierung und Investitionen in Startups. Die drei berichteten über den individuellen Weg in die Venture Capital-Welt und eigener Gründungserfahrung und schilderten besondere Situationen und Erfahrungen in dem hochspannenden Umfeld. Auf die Frage, wie Venture Capital-Unternehmen in Zeiten von Corona kontaktiert werden können, lautete die Antwort: „Wie immer“ - nämlich mit Kontaktaufnahme über digitale Kanäle oder über Netzwerke und Bekannte, um in einem Pitch-Gespräch auf Augenhöhe zu überzeugen. Dabei ist das Team dahinter genauso wichtig wie die Gründungsidee, denn ohne einen souveränen Gründer lassen sich die Krisen und Herausforderungen im Aufbau eines Unternehmens nicht bewältigen. 

Als letzter Gast wurde Slim Chiha von PROSION begrüßt, einem Startup im Bereich Life Science aus dem Inkubator des Gateway Gründungscenter der Universität zu Köln. Er berichtete von den ersten Schritten der eigenen Gründung im Umfeld der pharmazeutischen Produktentwicklung, die als Herzstück seiner Doktorarbeit im naturwissenschaftlichen Studium und Forschung im Konzernverbund entstanden ist. Mit dem passenden Mitgründer und der eigenen Leidenschaft für Entrepreneurship und Chemie sei es schließlich gelungen, die erstklassige Wissenschaft mit einem passenden Business Modell zu verbinden und Herausforderungen speziell im (Bio)Tech-Bereich wie der Frage nach dem Geistigen Eigentum und Patentanmeldung zu meistern.

KölnBusiness hat die Veranstaltung als Partner unterstützt.

RHIVE Ideathon am 15. und 16. April 2021 / Konferenz am 17. April 2021

Am 15. - 16. April 2021 findet der RHIVE Ideathon statt - mit Partnerunternehmen wie xdeck, Placetel und RightNow.
​​​Am 17. April 2021 folgt die nächste Auflage der RHIVE-Konferenz. Ob noch einmal virtuell oder doch wieder als Präsenzveranstaltung mit Startup-Village und gemeinsamen Workshops wird auf der Webseite verkündet.
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