Köln auf dem Weg zur Klimaneutralität

Magazin - KölnBusiness
Vorbildlich: Die Müllsammelplattform von everwave sammelt Plastikmüll aus Flüssen.
© everwave GmbH

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind eine Gemeinschaftsaufgabe. In Köln packen sie Startups genauso an wie städtische Unternehmen und die Verwaltung. Bis 2035 will Köln klimaneutral sein. Die passende Strategie gibt es schon: „Kölner Perspektiven 2030+“ ist ein Kompass für eine zukunftsgerichtete, strategische und nachhaltige Stadtentwicklung. Wirtschaft und Verwaltung können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten. Vier Beispiele für das Engagement auf dem Weg zu einer echten Nachhaltigkeits-Metropole.

 

Anschub mit Effekt

 

Das von Ina und Ingo Dahme gegründete Unternehmen capacura unterstützt gezielt sogenannte Impact-Startups und bringt sie mit Investoren zusammen. Impact heißt, die Unternehmen wollen mit ihren Ideen eine positive Wirkung auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt erzielen. Sie haben sich mindestens einem der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen verpflichtet. „Wir wollen Menschen inspirieren, mit uns gemeinsam in nachhaltige Projekte zu investieren“, sagt Ingo Dahme.

Die Arbeit mit Startups ist für capacura vor allem deshalb so spannend, weil sie, sofern sie gut aufgestellt sind, sehr schnell wachsen. „Wenn sie auch noch einen Impact verankert haben, bedeutet das, dass man finanzielle Rendite hervorragend mit Impact-Rendite verbinden kann.“ Zum Unternehmensportfolio von capacura gehört beispielsweise everwave. Das junge Unternehmen reinigt Flüsse mithilfe innovativer Techniken von Kunststoffabfällen, die dadurch nicht ins Meer gelangen. Oder eevie, Entwickler einer Software, mit der Großunternehmen skalierbare Klimakampagnen für ihre Mitarbeitenden planen und umsetzen können. Sie misst zudem den daraus generierten Effekt für Umwelt und Natur.

Bevor capacura ein Startup aufnimmt, erfolgt ein gründlicher, datengestützter Prozess. Nach einer ersten Prüfung der Idee, des Timings, der Strategie, des Geschäftsmodells und des Teams durch eine spezielle KI-Software wird jedes Startup noch einmal persönlich überprüft. Nur rund 0,3 Prozent der Anwärter schaffen es in die finale Runde und werden dem Investmentkomitee vorgestellt, das dann die endgültige Entscheidung trifft.

 

Mit gutem Beispiel voran

 

Auch städtische Unternehmen machen Köln nachhaltiger. Zum Beispiel RheinEnergie. Der Energieversorger will bis zum Jahr 2035 seine gesamte Wasser-, Strom- und Wärmeversorgung sukzessive klimaneutral umstellen. Zusammen mit der Stadt Köln hat RheinEnergie das Gemeinschaftsprojekt SmartCity Cologne ins Leben gerufen. Kölner Unternehmen, Privatleute, Verbände und Behörden setzen sich darin unter dem Motto „Zusammen die Energiewende umsetzen“ für einen nachhaltigen Umgang mit Energie ein. Im Rahmen des Projekts sollen Techniken und Dienstleistungen erprobt werden, die umweltbewusstes urbanes Leben in Zukunft prägen werden.

Im Forschungsprojekt iResilience wurden gemeinsam mit Anwohnern Ideen, Praktiken und Technologien untersucht, mit denen sich Stadtquartiere besser an die Folgen des Klimawandels wie Starkregenereignisse, anhaltende Hitzewellen und Stürme anpassen können. In einem Reallabor in Köln-Deutz entwickelten seit Projektstart verschiedene Gruppen unterschiedlichste Lösungen.

Auf dem Weg zu einem klimafitten Deutz sollen etwa eine Klima-App, Stadtgärten, Wasserspeicher, Sonnensegel und andere Schattenspender helfen. Besonders wichtig sind auch Information und Aufklärung der Bürger*innen – etwa darüber, wie sie ihre Keller vor Starkregen schützen oder welche Dachflächen sich gut für eine Begrünung eignen.

 

Die Kraft der Sonne nutzen

 

Die Stadt Köln hat eine Solaroffensive gestartet. Das Fördervolumen des Programms „Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien – klimafreundliches Wohnen“ beträgt 20 Millionen Euro. „Wir wollen möglichst viele Hauseigentümer*innen dabei unterstützen, Energie einzusparen und so unser Klima zu schonen. Jede installierte Solaranlage auf Kölner Dächern zählt auf dem Weg zur Klimaneutralität“, sagt William Wolfgramm, Beigeordneter für Umwelt, Klima und Liegenschaften der Stadt Köln. Gefördert werden Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Steckersolargeräte und auch Dachbegrünungen.

 

Wegweisende Ideen fördern

 

Mit dem „Kölner Rahmen“ fördert KölnBusiness wegweisende Ideen für die Kölner Wirtschaft. Das Teilprogramm [Sustainable Innovations] richtet sich an Unternehmen, die sich auf den Weg in Richtung CO2-Neutralität machen. Mit Zuschüssen von 6.000 bis 10.000 Euro je Vorhaben werden Maßnahmen zur Steigerung von Ressourceneffizienz, zum Schutz des Klimas und zur Reduktion von Umweltbelastungen unterstützt. So ermöglicht KölnBusiness Unternehmen Investitionen in energetische Optimierungen, klimaneutrale Wertschöpfungsketten oder den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft.

 

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